Ursprünge: Wasser, Rauch und Ritual
Schon bevor die heutige Verwendung des Wortes „Bong“ weit verbreitet war, experimentierten Menschen seit langem damit, Wasser zu nutzen, um Rauch zu verändern.
Die Geschichte belegt, dass Wasserpfeifen unabhängig voneinander in Asien, Afrika und dem Nahen Osten auftauchten. Frühe Wasserpfeifen waren mit religiösen Ritualen verbunden, bei denen das Rauchen als eine während der Rituale praktizierte Handlung und nicht als eine Form der Erholung diente.
Bemerkenswert ist auch, wie konsistent die Logik über Kulturen hinweg war: Die Wirkung des Wassers bestand darin, den Rauch zu kühlen, zu mildern und ihm andere sensorische Eigenschaften zu verleihen. Dies war, soweit bekannt, kein wissenschaftlicher Prozess, sondern eine logische Erweiterung bestimmter Elemente im Zusammenhang mit der Kühlung und dem Herausfiltern von Partikeln. Der Rauchprozess war nicht hastig, sondern methodisch und oft symbolisch.
Oft sind diese frühen Wasserpfeifen auch gemeinschaftlich, das heißt, sie dienen der Stärkung der Gemeinschaft. Somit ist der Ursprung der Bong alles andere als individualistisch oder wegwerfbar. Sie ist gemeinschaftlich, intentional und einzigartig menschlich.
Materialien als Technologie

Als sich das Design der Wasserpfeife entwickelte, wurde das Material zu einem integralen Bestandteil ihrer Leistung und ihrer Bedeutung. Die ersten Designs verwendeten leicht verfügbare Materialien wie Bambus, Ton, Kürbisse und Stein. Jedes Material hatte seine eigenen Einschränkungen, wie z.B. die Wärmespeicherung bei Ton oder die natürliche Kammer bei Bambus, unter anderem.
Eine große Innovation ergab sich durch die Verwendung von Borosilikatglas. Dieses wurde ursprünglich als Laborausrüstung entwickelt und bot viele Vorteile, wie z.B. Beständigkeit gegen hohe Temperaturen, chemische Haltbarkeit und Verarbeitbarkeit als Material, auch für Bongs. Allein die Transparenz war ausreichend, um es zu einer effektiven Bong zu machen, da sie die Überwachung des Luft- und Wasserflusses sowie der Sauberkeit ermöglichte, ohne dass die Bong entfernt werden musste
Zeitgenössische Bongs ähneln eher Experimenten in der Fluiddynamik. Der Perkolator, Diffusor, Recycler oder Mehrkammer-Bongs sind nicht nur ästhetische Ausdrucksformen des Genusses; sie sind ernsthafte Geräte, die darauf abzielen, Turbulenzen, Reibung und Kühlung zu kontrollieren. Die idealen Bongs werden all diese Elemente sorgfältig ausbalancieren.